Im Porträt: Asiatische versus Europäische Hornisse
Die Asiatische Hornisse ist längst keine ferne Bedrohung mehr: Sie hat sich in Europa etabliert, breitet sich rasant aus und rückt zunehmend in den Fokus. Besonders Imkerinnen und Imker sowie die heimische Fauna sind betroffen, denn die invasive Art hat es vor allem auf Bienen abgesehen und bringt das ökologische Gleichgewicht ins Wanken.
Zwei Arten, ein entscheidender Unterschied
Wie ihr Name schon verrät, stammt die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ursprünglich aus Asien, genauer aus der Region um Shanghai in China. In Europa gilt sie als invasive Art, da sie das natürliche Gleichgewicht der heimischen Ökosysteme bedroht.
Schon auf den ersten Blick sticht das auffällige Erscheinungsbild des asiatischen Eindringlings sofort ins Auge: Gelbe Beinenden, ein dunkler Körper und ein leuchtend rötlich-oranger Streifen verleihen dem Insekt sein unverwechselbares Aussehen. Die Europäische Hornisse (Vespa crabro) wirkt dagegen mit ihrem gelb-schwarzen Muster eher wie eine überdimensionale Wespe. Besonders am Kopf wird der Unterschied deutlich: Während er bei der Europäischen Hornisse vorne gelb ist, leuchtet der Kopf der Asiatischen Hornisse kräftig orange.

CVUA Karlsruhe (2023). Vergleich: Europäische Hornisse (links) und Asiatische Hornisse (rechts) [Foto]. Quelle
Am Körperbau lassen sich die beiden Arten ebenfalls gut unterscheiden: Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner und zierlicher als ihr europäisches Pendant und misst in der Regel einen halben bis ganzen Zentimeter weniger. Dieser Grössenunterschied ist beim Fangen ein klarer Vorteil: Grössere Europäische Hornissen lassen sich mithilfe der Reduktoren von 9,0 mm (für Königinnen) und 8,0 mm (für Arbeiterinnen) gezielt aus der GOOD4BEES-Falle fernhalten.
Auch beim Nestbau gehen die Asiatische und die heimische Hornisse eigene Wege. Während die europäische Hornisse lieber geschützte Orte wie Dachböden oder Baumhöhlen aufsucht, hängt die Asiatische Hornisse ihre Sekundärnester frei hängend hoch in den Bäumen auf. Charakteristisch ist die seitliche Ein- und Ausflugöffnung, durch die die Arbeiterinnen ein- und ausfliegen können.

Luga (2025). Arten von Nestern und Grössen: Asiatische Hornisse vs. Europäische Hornisse [Illustration]. Quelle
GOOD4BEES hat sich in der Imker:innen-Community umgehört und dabei wertvolle Einblicke aus erster Hand gewonnen. Passend dazu veranschaulicht der Imker Sylvain Niay (Potager de Sylvoutch) in seinem Video die Unterschiede zwischen der Asiatischen und der Europäischen Hornisse auf klare und anschauliche Weise (Ausschnitt: 10:42 - 12:26).
Wenn die Falle zuschnappt, sprechen die Bilder…
Der Frühling zeigt seine Wirkung und die GOOD4BEES-Community ebenso. Hier eine Auswahl der schönsten Fangbilder dieser Saison. Ein herzliches Dankeschön für eure aktive Teilnahme!
Deinen Fang schnell und einfach melden
Hast du eine Asiatische Hornisse gefangen? Grossartig! Du trägst aktiv zur Bekämpfung bei. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deine GOOD4BEES-Falle registrierst und deinen Fang mit nur wenigen Klicks auf unserer Website meldest. Als Dank erhältst du zudem ein kleines Geschenk von uns und deine Falle wird auf unserer Standortkarte erfasst.
Das Online-Fangformular findest du auf unserer Webseite unter der Rubrik «Bedienungsanleitung». Alternativ kannst du einfach den QR-Code auf der GOOD4BEES-Falle scannen. Hier geht es direkt zum Fangformular.
1. Startklar mit der Nullfangmeldung
Bevor du deinen ersten Fang erfasst, registrierst du deine GOOD4BEES-Falle einmal leer und ganz ohne Insekten. So wird überprüft, dass alles korrekt installiert ist und deine Falle einsatzbereit ist. Anschliessend erscheint sie auf unserer Standortkarte in GRÜN als aktive Falle.
Einfach Falle scannen, im Hauptmenü «Fang melden» auswählen und schon kann es losgehen!

- Gib an, ob du an einer Fangkampagne teilnimmst, und wähle die passende Option. Gerne erstellen wir auch Kampagnen für dich und dein Team von Fang-Profis. Schreibe uns einfach an [email protected] und nenne den gewünschten Kampagnennamen.
- Erfasse den Standort deiner Falle, indem du einen neuen Standort erstellst und ihn auf der Karte markierst.
- Wähle zum Schluss das passende Fallenmodell sowie den verwendeten Lockstoff aus der Liste aus.


- Unter „Gefangene Insekten“ lässt du alles auf Null, deine Falle ist ja noch leer.
- Mache ein Foto deiner installierten Falle und lade es unter „Foto der Insekten“ hoch.
- Auf Speichern klicken und schon ist deine Nullfangmeldung erfasst!


Unser Praxis-Tipp: Schau dir die Märzausgabe unseres Newsletters an. Dort findest du eine praktische Checkliste, um deine Falle bestens auf den Frühling vorzubereiten und sie einsatzbereit zu machen. Hier geht es zum Newsletter.
2. Kontrolliere deine Falle!
Kontrolliere deine Falle regelmässig und fülle den Lockstoff 7 bis 10 Tage nach der Installation nach oder sobald der Behälter leer ist. Die Schritte bleiben dieselben wie bei der Nullfangmeldung, nur mit einer kleinen Änderung. Trage bei „Gefangene Insekten“ jetzt die Anzahl deiner Fänge ein und gib an, welche Insekten du gefangen hast.
Wenn Asiatische Hornissen darunter sind und du dich in der Schweiz befindest, erhältst du automatisch den Hinweis, deinen Fund auf www.frelonasiatique.chzu melden.

Runde deine Fangmeldung mit dem Hochladen von Fangfotos ab. Eine Nahaufnahme der gefangenen Insekten ist Pflicht. Optional, aber sehr willkommen, sind ein Foto der ausgelegten Insekten sowie eine Aufnahme der Umgebung deiner Falle.

Medienkontakt:
Julien Gallina
GOOD4BEES
c/o Protoconcept Engineering GmbH, Salzhausstrasse 7, 2503 Biel
+41 76 204 46 01













